Donnerstag, 31. Juli 2014

Blasensprung

Die Babyblase ist geplatzt. Diese Blase in der man sitzt, nachdem das Baby da ist und man sich in den ersten Monaten mehr Zeit nimmt und es ruhig angehen lässt und man nicht voll arbeitet und man eigentlich gedanklich vor allem um die Kinder kreist und man sich eben nicht wirklich auf berufliche Gedanken voll und ganz konzentrieren kann, keine hochtrabenden Pläne schmiedet und dabei im Alltag versinkt.

Es wird so langsam eng. Die Rahmenbedingungen ändern sich gerade rasant und es wird verdammt eng werden. Also wache ich jetzt aus meiner Babytrance auf, schüttle die geistige Lethargie ab, entscheide auf volles Risiko und tänzle ungeduldig wie ein junges Fohlen im Stall herum. Ich will raus!

Ich spüre das Kribbeln in meinen Fingern, schaue in den Spiegel und mir wird flau. Dann rufe ich meine Mutter an und sage: 

'Mama, sag dass ich das richtige tue.'

'Du hast richtig entschieden. Nervös?'

'Ja, mir geht der Arsch auf Grundeis.'

'Gut. Weiter machen.'


Vor lauter Kindergedanken hab ich glatt vergessen, dass ich eine dieser auftrainierten, hochgezüchteten Rennpferde bin. 

Jetzt geht's los!

Dienstag, 29. Juli 2014

Heute mal was Persönliches...

Manchmal, also manchmal komme ich mir vor wie in einem dieser kitschigen, total übertriebenen Hollywood Filme, in denen beschrieben wird, wie es ist Kinder zu haben. Ich meine keinen bestimmten Film, eher so Déjà-vu-Situationen. 


Kennt ihr das auch?

… dass ihr nachts aufs Klo gehen wollt und plötzlich diesen unsagbaren stechenden Schmerz verspürt, wenn man auf einen Legostein tritt?

… dass man diese vermaledeiten Legosteine nicht nur in Kochtöpfen, in der Spülmaschine, oder zwischen euren Socken findet, sondern diese miesen Dinger aus einem vollen ekligen Staubsaugerbeutel herausfischt?

… dass alle Kinder gerade eingeschlafen sind und man beim Verlassen des Schlafzimmers auf so ein Quitscheding tritt und prompt sind alle wieder wach?

… dass jemand lustigerweise Salz über euren Kuchen streut? (Und ich rede hier nicht von einer Briese)

… dass sich das Baby fröhlich quietschend den Mülleimer übern Kopf leert und dann jeden Fitzel davon in den Mund steckt? (Wie zu Teufel ist die da ran gekommen? Der Küchenmüll ist mit einem Türschloss gesichert!)

… dass ein Kind auf einmal halb im Wäschetrockner sitzt? Hä???

… dass Mama und Papa nebeneinander im Bett liegen und in etwa dieser Dialog abläuft: 'Sollen wir Sex haben?' 'Ich bin sooo müde.' 'Hast recht, ich auch.' 'Schnarch'

… dass grundsätzlich ein Kind schreit, wenn man dann doch noch wach genug für Sex war? Und zwar immer im ungünstigsten Moment?

… dass man es zwar schafft Sex zu haben, aber dafür nur unter Schmerzen, weil diese unendlich vermaledeiten Legosteine einfach überall sind?


Ich könnte die Liste ewig weiter führen. Mein Leben ist im Chaos und in Legosteinen versunken. 

Manchmal, nur manchmal erinnere ich mich an meine Studienzeit mit der kleinen Wohnung, die relativ sauber war, meinem damaligen Freund, mit dem man auf so vielfältige Weise schöne Stunden verbringen konnte. An die lustigen Abende mit Kommilitonen und die Sonntage auf der Couch, wo ich Hollywood Filme schaute und mir dachte, dass die Geschichten in diesen Filmen immer so übertrieben seinen…


Und dann schleppe ich mich abends ins Bett und da liegt mein kleines und mein etwas größeres Mädchen und das einzige was ich noch denken kann ist: Ach sind die süß!

Hollywood ist'n Scheiss dagegen.

Montag, 14. Juli 2014

Zur Geburt

Nun also ist das Kücken da, was kann man da nur schenken?

Hier also meine Lieblinge, die ich nimmer missen möchte und die man sich wunderbar zur Geburt schenken lassen kann!

1. Die Schnecke
Eine so genannte Puck- oder Lagerschnecke ist ein ganz dünnes, dafür langes Kissen, das sich zu einer Schnecke zusammen rollen lässt. Und es ist ideal! Ideal um das Baby zu stützen, ideal zum kuscheln! Ideal, um die Bettritze zu überbrücken, Ideal damit das Baby nicht abhauen kann und später ideal zum Spielen. Rund um eine gelungene Erfindung! Meine sind bei DaWanda aufgestöbert. Da gibt es festere Modelle, oder welche, die eher weich gepolstert sind. Ich liebe unsere Schnecken!

2. Die Kette
Eine Kette? JA! Eine Stillkette für Mama. Generationen von Frauen werden nun sagen, dass sie auch ohne Stillkette gut ausgekommen sind. Das stimmt schon. Aber mit Stillkette lebt sich's einfach besser. Meine Kinder zumindest haben beim Stillen und Füttern mit der Flasche immer was in den Fingern gebraucht. Wahlweise Mamas Haare, das Shirt, die Perlenkette, den Schal - egal. Immer wird während des Trinken gezogen, gezupft und im Fäustchen rumgeknüllt. Und eine Stillkette ist die perfekte Lösung. Meine Kinder interessierten sich für die Stillkette mit ca. 4 Wochen.
Geht nicht kaputt und wird schnell zum Spielzeug. Und wenn gerade nicht gestillt wird, kann das Baby nach Herzens Lust darauf herumkauen und im Tragetuch damit spielen.
Ein kleiner Helfer, den ich nie wieder hergeben würde.


3. Der Schal
Ein Stillschal ist einfach schön. Egal, ob man ihn benutzen mag oder nicht. Ich mag meinen und finde das praktisch.


4. Der Beutel
Man braucht eigentlich keine Wickeltasche. Zumindest haben wir keine, weil ich auch kaum den Kinderwagen in Gebrauch habe. Ich hab einfach einen bequemen kleinen Rucksack, in dem ich Wickelsachen und inzwischen auch Lätzchen und Wasserflasche dabei habe.
Unsere Wickelsachen sind in kleinen Beuteln verpackt. Davon gibt es unterschiedliche. Wir haben mehrere Modelle und jede für sich finde ich ausgesprochen praktisch.
Der große Beutel mit Fächern:



Der kleine Beutel für die Handtasche:



Der all-in-one-Rucksackbeutel:




5. Das Mobile
Überm Wickeltisch. Ein Muss! Jeweils die erste große Spelzeugliebe meiner Kinder. Je nach Alter haben wir da unterschiedliche Modelle. Das aus Holz, das aus Papier, das das Baby durch rumzappeln selber bewegen kann und dann noch eines mit Spieluhr. Meine Babys waren beide von ihren Mobiles fasziniert. Ein weiteres Highlight: Ein kleines Windspiel am Holzmobile befestigt - sorgt für lachende Babys.



6. Sabbertücher
Meine Kindern sabbern nicht beim Zahnen. Meine Kinder sabbern vor dem Zahnen. Also von Geburt bis ca. 8 Monate. Und sie sabbern nicht wenig, sondern literweise. Damit Baby nicht immer komplett durchnässt ist, hab ich Halstücher von Jako-o besorgt, die wirklich alles aufsaugen. Kann ich absolut weiterempfehlen!


7. Keine Kleidung!
Kleidung zur Geburt zu schenken ist keine gute Idee. Zum einen trifft man schlecht den Geschmack der Eltern. Und das ist wichtig, denn sonst wird das Baby sehr selten das geschenkte Teil tragen. Zum anderen ist das so ein Problem mit den Größen. Babys wachsen unterschiedlich schnell und sind unterschiedlich dick. Darum sollte man als Eltern auch nicht zu viel auf Vorrat kaufen, den in den ersten Wochen geht das ganz schnell mit der Kleidung. Und schon passen die Teile nicht (mehr).
Und schenkt man etwas Größeres, dann dauert es unter Umständen ewig bis das Baby reinpasst, oder die Jahreszeit passt nicht zur Kleidung.
Fals es doch Kleidung sein muss, empfehle ich die Bodys von Jako-o, die über zwei Größen gehen und darum lange tragbar sind. Und sie haben eine super Qualität und gehen nie aus der Form!


8. Kein Spielzeug!
Babys brauchen eigentlich kein Spielzeug. Ja, ich weiß es gibt so niedliche Sachen…
Aber wenn sich das Baby nunmal nicht für das Schnuffeltuch, sondern eher für Beißring interessiert - tja… Babys Vorlieben ändern sich manchmal schnell und da ist es besser, man kauft nach und nach Kleinigkeiten. Und wenn Spielzeug, dann z.B. Hand- oder Fingerpuppen. Die gehen eigentlich fast immer.
Unsere Lieblinge machen hauptsächlich krach und sind alle gut waschbar. Das ist ziemlich wichtig!


9. Badesachen
Wer nur mäßig hydrophil ist, der kann natürlich auf die einmal Badewindeln aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen. Wir haben zwar nie Babyschwimmen gemacht, aber sobald die Babyhaut schön war und sich an die Außenwelt gewöhnt hatte, gingen wir schwimmen. Also mit wenigen Wochen bereits. Und da wir mindestens 1x die Woche ins Wasser ziehen, haben wir Badehöschen. Wunderbare Badehöschen. Gibt's von mini-klein bis Junior. An besten sind die von Popolini. Die haben Knöpfe an allen Seiten, sind an- und auszuziehen wie Windeln und lassen sich an Babys Speckschicht super anpassen.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Mit anderen Eltern klar kommen können/wollen/müssen

Wir waren im Urlaub. An der Nordsee. 

So weit so gut.

Wir waren dort mit einer anderen Familie. Auf einem Ferienhof. 

Ich kannte die Familie nicht. Trüffel hat aber schon mehrere Male mit ihnen die Ferien verbracht. Unter anderem vor zwei Jahren. da fuhr er mit Ferkelchen und dieser anderen Familie auch an die Nordsee. 

Also habe ich mich darauf eingelassen.

Den Rest könnt ihr euch jetzt schon denken. Nein, es funktionierte nicht so gut.


Wir waren jeweils zu viert. Ihre beiden Kinder je ein halbes Jahr älter als meine Mädchen.

Und nun begab es sich, dass wir gänzlich unterschiedliche Arten haben mit unseren Kindern umzugehen, sie zu ernähren, sie zu erziehen. Und wir gehen offensichtlich auch mit dem jeweiligen Partner anders um. 

Zwei Familien, die also nicht wirklich zueinander passen.

Sie begannen den Urlaub mit der Aussage 'unsere Kinder sind im Moment eher schwierig' und beendeten ihn mit 'mit kleinen Kindern in Urlaub zu fahren ist eben noch richtige Arbeit'. 

Nun schreibe ich diesen Post nicht einfach um über andere herzuziehen. Ich bin vielmehr ratlos. Was darf man, was kann man sagen? Wann muss man etwas sagen? Zu den Eltern?

Darf ich mich äußern? Darf ich denn überhaupt urteilen? Nach 2 Wochen? Muss ich eingreifen, wenn ich etwas für grundfalsch halte? Oder muss ich einfach grundsätzlich den Mund halten? 

Soll ich humorvolle kleine Einlagen zu besten geben, um die anderen Eltern auf etwas aufmerksam zu machen? Soll ich ihnen einfach vorleben, wie ich mich verhalte und wie meine Kinder darauf reagieren? 

Soll ich einfach alles runterschlucken und mich zurückziehen? Immerhin ist es ja auch mein Familienurlaub… 

Darf ich mal klar meine Meinung sagen? 

Soll ich deren Kinder mal mit bespaßen? 

Muss ich meine Kinder einschränken, damit ihre Kinder nicht ungerecht behandelt werden? Darf ich z.B. meiner Tochter eine Kugel Eis gestatten, wenn die anderen Eltern am Tisch sitzen und ihren Kindern das Eis verbieten?

Darf ich den anderen Kindern etwas verbieten? Oder etwas erlauben?

Muss ich mich einschränken aus Rücksicht, weil es in der anderen Familie eben andere Regeln gibt?

Kann ich fordern, dass die anderen sich einschränken, weil es bei uns eben andere Regeln gibt?



Das sind echte Fragen, auf die ich keine wirklich guten Antworten gefunden habe bisher. 
Der Urlaub verlief dennoch schön. Bis auf das Frühstück haben wir nur wenig gemeinsam gemacht. Und selbst das Frühstück war nicht wirklich gemeinsam, da beide Familien ganz unterschiedliche Rhythmen haben.

Kennt ihr die Antworten auf diese Fragen?

Da mir nichts gutes einfiel und ich eben keinen Streit wollte (warum eigentlich nicht?), sagte ich einfach nichts und sie auch nicht (obwohl ihnen bestimmt auch so manches nicht gepasst hat). Eine befriedigende Lösung war das aber auch nicht. 
Gibt es die überhaupt?


Und nun, was meint ihr, darf ich gehässig sein? Oder muss ich mich schämen, weil ich denke, dass ich mit meinen Familie liebevoller und besser umgehe, als diese anderen Eltern? 
Ich weiß es nicht. 

Ich weiß nur, dass ich fast alles anders mache und machen würde als sie. Und dass es bei uns weniger Geschrei gibt. 

Hat das auch mit den Kindern zu tun? Sind meine Kinder einfach lieber? Oder einfacher?
Ich glaube nicht. Ich denke, Kinder reagieren adäquat auf ihre Eltern. Wenn Eltern ihre Kinder für problematisch halten, dann verhalten sich die Kinder auch dementsprechend.

Das war zumindest eine komplizierte Erfahrung, die nicht so leicht zu verdauen ist für mich.

Wir werden wohl nicht mehr mit dieser Familie in Urlaub fahren.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Rosalies Lieblinge

Ich plane eine neue Rubrik. 

Bevor man ein Kind bekommt, denkt man ja, was man alles braucht und was so ein Baby braucht, und dann steht man stundenlang in Läden und lässt sich irgendwas aufschwatzen und hinterher hat sich so manches gelohnt, einiges aber auch nicht. 
Das war jedenfalls meine Erkenntnis. Auch wenn wir nicht besonders viele Fehlkäufe getätigt haben. Hinterher dachte ich oft: Das hätte ich gleich zu Anfang wissen sollen. 
Ich musste bei so manchem Produkt suchen, weil ich der Meinung war, da muss es doch was besseres geben…

Nun also meine persönlichen Hits, auf die ich im Leben mit und für Kinder nimmer verzichten würde.

Fangen wir also an bei den Grundlagen: Schwangerschaftsmode.

Die meisten Frauen denken ja, da bräuchte man nicht viel. Man trägt das ja nicht lang und dann braucht man auch kein Geld dafür auszugeben.

Falsch. 

Zum Hosenkauf würde ich keinesfalls empfehlen in ein großes Kaufhaus zu gehen und in der spärlichen Schwangerenecke irgendwas zu suchen. Die Hosen müssen sitzen, sehr bequem sein und der Jahreszeit angemessen. Bitte keine Jeans im Sommer. Im 7. Monat bei 30 Grad ist das nicht angebracht. Ebenso der BH. Man sollte ganz unbedingt eine Fachperson zu Rate ziehen, die Erfahrung mit Schwangerenbrüsten hat. Ach, und die gibt's übrigens auch in hübsch und nicht nur in Marke besonders schlicht.

Ich persönlich finde das wichtig. Denn je weiter die SS fortschreitet, desto mehr Zipperlein treten bei den meisten Frauen auf. Egal ob Rücken, Sodbrennen, Hüftschmerzen, entzündetes Zahnfleisch und was sonst noch alles. Wenn dann auch noch die Kleidung zwickt, die Hose zu eng oder zu weit ist, die Brüste gedrückt werden, oder rumbaumeln trägt das nicht zum Wohnbefinden bei. Ernsthaft.

Mein Argument ist auch immer: Man gibt so oft für Scheiss Geld aus. Dann reicht's auch für Schwangerschaftshosen. 

Ich hatte das Glück, meine Erstausstattung in Freiburg kaufen zu können. Da gibt es 2 ganz hervorragende Läden.
Hier in HD ist das schon schwieriger. Da bin ich mit den Läden so überhaupt nicht zufrieden. Allerdings hab ich ja schon so manches und wusste auch, was ich will und brauch. Gerade wenn man mehrere Kinder plant, kann man sich ruhig eine schöne Garderobe zulegen. Man läuft dann doch so einige Zeit damit rum. 
Und bei der 2. SS musste ich auch viel früher zur Schwangerschaftshose greifen, weil der Bauch schon früh einfach rausploppte.

Nun ist die Mode auch vom Stil abhängig, das ist mir klar. Ich hab kaum offizielle Kleider und seh selten hochseriös aus. Darum trag ich gern orientalische und asiatische Hosen. Meine Lieblinge schon vor der Schwangerschaft: Pluderhosen mit Gummibund oder Wickelhosen. Die gehen auch in der Schwangerschaft super. 

Was auch immer geht: Bauchbänder. Manche mögen's, manche finden die total blöd. Jedenfalls gibt's die auch in schön und man kann damit super die zu kurz werdenden T-Shirts verlängern. 

Es gibt auch ganz wunderbar kugelbauch-geschnittene Kleidchen für den Sommer samt Strumpfhosen für die Kugel. Davon kann man auch nie genug haben. Allerdings empfehle ich unter die kürzeren Kleider eine Schwangerschaftsleggins oder -radlerhose, denn welche Dame schafft es bitteschön immer mit dickem Bauch elegant auf dem Stühlchen auszuharren? 

Ein ganz wichtiges Thema sind auch die Jacken. Die meisten Schwangeren ziehen irgendwann einfach die Jacke des Gatten/Freundes an. Kann man machen. War mir persönlich zu blöd. Vor allem, da es für mich eine viel geschicktere Lösung gab, die ich eigentlich jeder Schwangeren ans Herz legen würde:
Jacken mit Einsatz.
Ich hab eine leichtere Softshelljacke von MaM, die super flexibel ist durch den Einsatz und nach der Geburt dank einiger Tricks nicht nur das Baby, das am Bauch getragen wird kuschelig umhüllt, sondern später auch das Kind auf dem Rücken schützt. Ideal für die Übergangszeit. Dazu hab ich mir einen Wintermantel zugelegt, der einen Bauch-Einsatz und einen Baby-Einsatz hat. Meiner ist von AgnesH

Frau sollte das nicht unterschätzen. Wer sein Baby viel tragen möchte/muss, der wird froh sein um eine Jacke für beide. Man muss auch das Baby nicht umständlich einpacken. Einfach rein in die Trage/Tuch, Jacke drüber und los. Außerdem kann man je nach Tragehilfe die Kinder ja auch wunderbar in dieser Position stillen und ihr glaubt mir nicht, von wie vielen Müttern ich im Winter angesprochen wurde auf meine Jacke. Denn wer sich und das Kind bei Wind und Wetter erstmal auspacken muss und dann auch noch an bestimmten Stellen friert, dem macht Stillen bestimmt keinen Spaß. 
Die Jacken von MAM gibt's übrigens auch für Männer. Soll ja keiner benachteiligt werden hier…

Alles in allem trägt man bei 2 Kindern so eine Jacke schnell mal für über 2 Jahre. Da lohnt sich der Kauf durchaus. Und sie sitzt einfach besser, als eine Männerjacke.

Und noch ein Kleidungsstück, das Beachtung finden sollte: Der Schlafanzug.
Vielleicht schlaft ihr nackt, dann betrifft euch das Thema erstmal nicht - bis zur Geburt. Sollte die Schwangere aber gerne nachts leicht bekleidet sein, dann kann man den alten Pyjama getrost mal hinten im Schrank verstecken. Der wird nämlich schnell unbequem.
Auch da sollte man sich an ein Fachgeschäft wenden, oder mal bei DaWanda schauen. Es gibt nämlich super bequeme Schlafanzüge und Nachthemden, die mitwachsen und gleichzeitig zum Stillen gemacht sind. Spätestens in der Krankenhaustasche sollte sich so etwas finden, denn sonst sitzt Frau schnell halb nackig stillend vor der Familie der Zimmergenossin. Das ist für viele nicht unbedingt die Stillatmosphäre, die sie sich wünschen. Ich persönlich besitze ein Teil mit langen und eines mit kurzen Ärmeln. Und da ich nachts im Liegen stille, ist mein Schlafanzug eines meiner Lieblingsteile (meine sind von VIP Mama). 
Auch das trägt man im Normalfall 1,5 Jahre und man spart sich viele halbgare experimentelle Lösungen für's Krankenhaus und für Zuhause. Denn nicht jeder sitzt nach der Geburt gern halbnackt vorm Schwiegervater und stillt das Baby. Den Enkel anschauen ist ja ok, aber die Mutter - nun ja.

Mich wundert's immer, dass der Markt für Schwangerenmode so klein ist und das meiste davon noch hässlich. Gerade in dieser Zeit braucht Frau nämlich schöne und bequeme Kleidung. Und wer mehrere Kinder plant, der sollte sich eine Komplettausstattung gönnen und sich statt Babykram von der Verwandtschaft lieber einen Kleidergutschein wünschen. Sehr empfehlen kann ich - wie schon erwähnt - DaWanda. Denn Mütter wissen oft am besten, was sie für andere Mütter nähen könnten. Die meisten haben diese Marktlücke wohl entdeckt, da sie selber in der Schwangerschaft nicht das gefunden haben, was sie suchten.

Ich bin bestimmt kein Modehäschen und mein Stil ist durchaus nicht mit Dresscode zu verwechseln. Aber ich finde, diese besondere Zeit erfordert besonderen Aufwand und etwas Würdigung. Und in seinen Kleidern soll man sich schließlich wohlfühlen.